Rettungssanitäter: Lebensretter im Schichtdienst
Rettungssanitäter sind die erste Hilfe am Unfallort. Sie fahren den Rettungswagen, versorgen Patienten und transportieren sie ins Krankenhaus. Der Beruf ist körperlich und emotional fordernd, aber auch extrem erfüllend. Und: Die Ausbildung ist mit 3 Monaten eine der kürzesten in Deutschland.
Ausbildung
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter dauert insgesamt 520 Stunden und gliedert sich in: 160 Stunden Theorie (Rettungsschule), 160 Stunden Klinikpraktikum, 160 Stunden Rettungswachenpraktikum und 40 Stunden Abschlusslehrgang mit Prüfung.
Voraussetzungen: Mindestalter 18 Jahre (in manchen Bundesländern 17), Hauptschulabschluss, Führungszeugnis, gesundheitliche Eignung, Führerschein Klasse B (für den RTW brauchst du Klasse C1, das kommt aber oft in der Ausbildung).
Wichtig: Die Ausbildung ist in den meisten Bundesländern nicht vergütet. Die Kosten liegen bei 1.500-3.000 Euro, können aber vom Arbeitgeber übernommen werden, wenn du dich vorher bei einem Rettungsdienst verpflichtest.
Gehalt
| Position | Gehalt brutto/Monat |
|---|---|
| Rettungssanitäter (Einstieg) | 2.200-2.600 EUR |
| Rettungssanitäter (erfahren) | 2.600-3.000 EUR |
| Notfallsanitäter (3 Jahre Ausbildung) | 2.800-3.400 EUR |
| Notfallsanitäter (erfahren) | 3.200-3.800 EUR |
Dazu kommen Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste, die das Gehalt um 200-500 Euro erhöhen können.
Unterschied: Rettungssanitäter vs. Notfallsanitäter
Der Rettungssanitäter (3 Monate Ausbildung) fährt den RTW und assistiert. Der Notfallsanitäter (3 Jahre Ausbildung) ist die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst und darf eigenverantwortlich medizinische Maßnahmen durchführen. Viele Rettungssanitäter machen später die Notfallsanitäter-Ausbildung als Karriereschritt.
Arbeitsalltag
Schichtdienst: 12- oder 24-Stunden-Schichten, Wochenend- und Feiertagsarbeit, auch Nachtdienste. Ein typischer Tag: Fahrzeugcheck, Warten auf Einsätze, Notfalleinsätze (3-15 pro Schicht je nach Region), Patiententransport, Dokumentation. Die Arbeit ist körperlich und emotional anspruchsvoll – psychologische Unterstützung ist Standard.