Ergotherapeut: Menschen helfen, selbstständig zu leben
Ergotherapeuten unterstützen Menschen, die durch Krankheit, Unfall oder Behinderung in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Das Ziel: Den Patienten ermöglichen, ihren Alltag so selbstständig wie möglich zu bewältigen. Ein sinnvoller Beruf mit wachsender Nachfrage.
Ausbildung oder Studium
Schulische Ausbildung: 3 Jahre an einer Berufsfachschule. Theoretischer und praktischer Unterricht plus Praktika in verschiedenen Einrichtungen. Kosten: An staatlichen Schulen kostenlos, an privaten Schulen 200-500 EUR/Monat. Wichtig: Das Schulgeld wird in immer mehr Bundesländern abgeschafft.
Studium: Bachelor of Science in Ergotherapie (6-8 Semester). Wird zunehmend angeboten und eröffnet Karrierewege in Forschung, Lehre und Leitung. Auch als duales Studium möglich.
Gehalt
| Phase | Gehalt brutto/Monat |
|---|---|
| Ausbildung | Oft kein Gehalt (schulisch) oder 1.000-1.100 EUR (dual) |
| Einstieg | 2.300-2.800 EUR |
| Mit Erfahrung | 2.800-3.400 EUR |
| Praxisleitung | 3.200-4.000 EUR |
| Selbstständig | 3.500-6.000+ EUR |
Arbeitsalltag
Ergotherapeuten arbeiten in Praxen, Kliniken, Rehazentren, Altenheimen und Schulen. Typische Patienten: Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Schlaganfall-Patienten, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Senioren mit Demenz. Die Arbeit ist körperlich und emotional fordernd, aber sehr erfüllend.
Karrierechancen
Spezialisierung: Pädiatrie (Kinder), Neurologie, Psychiatrie, Geriatrie, Handtherapie. Spezialisierungen erhöhen Gehalt und Marktwert.
Selbstständigkeit: Viele Ergotherapeuten eröffnen eine eigene Praxis. Der Verdienst ist dann deutlich höher, aber mit unternehmerischem Risiko verbunden.
Studium nachholen: Mit der Ausbildung als Basis ein berufsbegleitendes Studium machen und in Forschung oder Lehre wechseln.