Rechtsanwaltsfachangestellte: Der Beruf im Detail
Rechtsanwaltsfachangestellte (ReFA) sind die organisatorische Schaltzentrale in Anwaltskanzleien. Sie koordinieren Termine, bereiten Schriftsätze vor, kommunizieren mit Gerichten und Mandanten und sorgen für reibungslose Abläufe. Der Beruf ist anspruchsvoll, aber bietet gute Karrierechancen – besonders mit Weiterbildung.
Aufgaben
Büroorganisation: Aktenführung, Fristenkontrolle, Terminmanagement, Postbearbeitung. Die Fristenkontrolle ist besonders wichtig – verpasste Fristen können für die Kanzlei teuer werden.
Schriftverkehr: Schriftsätze nach Diktat erstellen, Korrespondenz mit Gerichten, Mandantenbetreuung am Telefon und per E-Mail.
Rechnungswesen: Gebührenabrechnung nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz), Buchhaltung, Mahnwesen, Zwangsvollstreckung.
Mandantenkontakt: Erste Anlaufstelle für Mandanten. Terminvereinbarung, Auskünfte, Dokumentenanforderung.
Gehalt
| Erfahrung | Gehalt brutto/Monat |
|---|---|
| Ausbildung 1. Jahr | 800-950 EUR |
| Ausbildung 3. Jahr | 950-1.100 EUR |
| Einstieg nach Ausbildung | 2.200-2.600 EUR |
| 3-5 Jahre Erfahrung | 2.600-3.000 EUR |
| Erfahren (10+ Jahre) | 3.000-3.500 EUR |
| Großkanzlei (Freshfields etc.) | 3.500-4.500 EUR |
Großkanzleien in Frankfurt, München und Düsseldorf zahlen am besten. Kleine Kanzleien auf dem Land liegen am unteren Ende. Spezialisierung (IP-Recht, M&A) kann das Gehalt deutlich steigern.
Weiterbildung und Karriere
Rechtsfachwirt/in: Die wichtigste Weiterbildung. Höheres Gehalt (3.000-4.000 EUR) und mehr Verantwortung.
Notarfachangestellte: Wechsel ins Notariat, andere Schwerpunkte, ähnliches Gehaltsniveau.
Kanzleimanager/in: Leitende Position in größeren Kanzleien. Verantwortung für Personal, Finanzen und Organisation.
Jura-Studium: Manche ReFA entscheiden sich für ein Jurastudium – die Praxiserfahrung ist ein enormer Vorteil.