Dachdecker: Gefragt wie nie
Dachdecker gehören zu den gesuchtesten Handwerkern in Deutschland. Der Fachkräftemangel ist enorm: Auf jede offene Stelle kommen deutlich weniger Bewerber als im Durchschnitt. Das bedeutet für dich: sichere Jobs, steigende Gehälter und die Möglichkeit, dich schnell selbstständig zu machen.
Ausbildung
Die Ausbildung dauert 3 Jahre (dual). Du lernst: Dacheindeckung (Ziegel, Schiefer, Metall), Dachabdichtung, Wärmedämmung, Fassadenverkleidung, Solaranlagen-Montage und Reparaturarbeiten. Die Arbeit findet fast ausschließlich im Freien statt – Schwindelfreiheit und körperliche Fitness sind Pflicht.
Gehalt
| Phase | Gehalt brutto/Monat |
|---|---|
| Ausbildung 1. Jahr | 800-900 EUR |
| Ausbildung 2. Jahr | 950-1.050 EUR |
| Ausbildung 3. Jahr | 1.100-1.250 EUR |
| Geselle (Einstieg) | 2.400-2.800 EUR |
| Geselle (erfahren) | 2.800-3.200 EUR |
| Vorarbeiter | 3.200-3.800 EUR |
| Meister (angestellt) | 3.500-4.500 EUR |
| Selbstständiger Meister | 4.000-8.000+ EUR |
Regional: In Süddeutschland und in Großstädten wird mehr gezahlt. Zusätzlich: Auslöse bei Montage, Schmutzulagen und Überstundenzuschläge. Ein erfahrener Dachdecker mit Überstunden kommt auf 3.500-4.000 Euro brutto.
Warum Dachdecker so gefragt sind
Fachkräftemangel: Tausende offene Stellen bundesweit. Betriebe werben aktiv um Azubis und bieten immer bessere Konditionen.
Energiewende: Solaranlagen-Montage, Wärmedämmung und energetische Sanierung schaffen zusätzliche Nachfrage. Dachdecker die sich auf Solar spezialisieren, sind besonders gefragt.
Konjunkturunabhängig: Dächer müssen immer repariert werden, egal wie die Wirtschaftslage ist.
Karrierepfade
Dachdeckermeister: Mit dem Meisterbrief kannst du einen eigenen Betrieb gründen, Azubis ausbilden und verdienst deutlich mehr. Die Meisterprüfung dauert ca. 1 Jahr und wird durch Aufstiegs-BAföG gefördert.
Spezialisierung: Solartechnik, Denkmalschutz, Gründächer – Nischen mit Zukunft und höherem Stundensatz.
Selbstständigkeit: Viele Dachdeckermeister machen sich selbstständig und verdienen 5.000-8.000 Euro oder mehr. Der Fachkräftemangel sorgt für volle Auftragsbücher.