Supply Chain Analysten optimieren Lieferketten durch Datenanalyse. Sie prognostizieren Nachfrage, identifizieren Engpässe, optimieren Bestände und reduzieren Kosten. Die Corona-Pandemie und geopolitische Krisen (Ukraine, Suez-Blockade) haben gezeigt, wie verwundbar globale Lieferketten sind – und wie wertvoll Analysten sind die Risiken frühzeitig erkennen. Der Beruf verbindet BWL-Wissen mit Datenanalyse und IT. Moderne Supply Chain Analysten arbeiten mit Big Data, Machine Learning für Demand Forecasting, Digital Twins der Lieferkette und Echtzeit-Tracking. Die Zeiten der Excel-basierten Bestandsplanung sind vorbei – heute werden Lieferketten in SAP IBP, Kinaxis oder Blue Yonder gesteuert.
Morgens: Demand Forecast für nächsten Monat finalisieren – statistische Prognose mit Vertriebsinput abgleichen. Marketing plant eine Promotion die den Absatz verdoppeln könnte – Forecast anpassen, Bestand prüfen. Vormittags: Lieferanten-Scorecard aktualisieren – Lieferant in China hat letzte 3 Bestellungen verspätet geliefert. Root Cause analysieren, Alternativ-Lieferant identifizieren. Nachmittags: S&OP-Meeting – Vertrieb, Marketing, Produktion und Supply Chain stimmen sich ab. Kapazitätsengpass in Q3 erwartet – Lösung: Vorproduktion im Q2 oder Zukauf. Spätnachmittags: Dashboard bauen – Echtzeit-Übersicht über alle offenen Bestellungen, erwartete Liefertermine, kritische Engpässe. Management will es morgen sehen.
Stark gefragt seit den Lieferkettenkrisen. Jedes produzierende und handelnde Unternehmen braucht Supply Chain Expertise. Automobilindustrie, Pharma, Lebensmittel, Konsumgüter und E-Commerce sind die größten Arbeitgeber. Die Gehälter steigen, besonders für Analysten mit Daten- und IT-Skills. SAP-Kenntnisse sind ein großer Vorteil.