Digital Health Manager treiben die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran: Sie implementieren Telemedizin-Plattformen, begleiten die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA), steuern Digital-Health-Projekte und sorgen dafür, dass digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) in den Versorgungsalltag integriert werden. Das deutsche Gesundheitswesen ist bei der Digitalisierung Nachzügler – aber das ändert sich gerade rasant. Das Digitalgesetz, die ePA-Pflicht ab 2025, das E-Rezept und die Zulassung von Apps auf Rezept (DiGA) schaffen einen Milliarden-Markt für Digital Health. Krankenhäuser, Krankenkassen, Health-Tech-Startups und Pharmakonzerne suchen Spezialisten, die an der Schnittstelle von Medizin, IT und Regulierung arbeiten können. Der Beruf ist vielseitig: Von der technischen Implementierung über das Change Management (Ärzte und Pflegekräfte müssen die digitalen Tools akzeptieren) bis zur regulatorischen Compliance (DiGAV, MDR, DSGVO im Gesundheitswesen). Wer Gesundheitswesen und Technologie gleichermaßen versteht, findet hier einen der sinnvollsten und zukunftssichersten Berufe.
Morgens: Steering Committee im Krankenhaus – ePA-Einführung wird besprochen. Technische Anbindung an das Krankenhaus-Informationssystem (KIS), Schulungsplan für Ärzte und Pflege, Datenschutz-Folgenabschätzung. Vormittags: Workshop mit der Notaufnahme – digitales Triage-System einführen. Workflow analysieren: Wie ändert sich der Prozess wenn der Patient per App vorregistriert ist? Ärzte sind skeptisch – Bedenken ernst nehmen, Vorteile demonstrieren. Mittags: Call mit dem Health-Tech-Startup – deren Telemedizin-Plattform soll in 5 Praxen pilotiert werden. API-Integration besprechen, Datenschutz prüfen, Terminplan erstellen. Nachmittags: DiGA-Evidenzbericht für die App 'MindfulBack' (Rückenschmerz-App auf Rezept) überarbeiten. Das BfArM hat Rückfragen zur Studie. Daten aufbereiten, Studiendesign erklären, Nachbesserungen einplanen. Spätnachmittags: Gesundheitsdaten analysieren – wie hat sich die Telemedizin-Nutzung im letzten Quartal entwickelt? Welche Fachrichtungen nutzen sie am meisten? Wo gibt es Optimierungspotenzial?
Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) hat 4,3 Milliarden Euro für die Digitalisierung von Krankenhäusern bereitgestellt – dieser Impuls schafft tausende Jobs. Health-Tech-Startups (Ada Health, Kaia Health, Doctolib, Temedica) wachsen rasant. Krankenkassen digitalisieren ihre Prozesse. Die Nachfrage nach Digital Health Managern übersteigt das Angebot deutlich. Die Gehälter steigen, besonders bei Kandidaten die sowohl das Gesundheitssystem als auch IT verstehen.