Ärzt/innen diagnostizieren Krankheiten, behandeln Patient/innen und beraten sie zu Gesundheitsfragen und Prävention. Das Medizinstudium umfasst mindestens sechs Jahre und schließt mit dem Staatsexamen ab, gefolgt von der Approbation und meist einer mehrjährigen Facharztweiterbildung. Ärzt/innen tragen eine hohe Verantwortung für das Wohl ihrer Patient/innen und müssen sich kontinuierlich fortbilden, um auf dem neuesten Stand der Medizin zu bleiben. Der Beruf bietet zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten – von der Allgemeinmedizin über die Chirurgie bis zur Psychiatrie. Trotz der langen Ausbildungszeit gehört der Arztberuf zu den angesehensten und bestbezahlten Berufen in Deutschland.
Der Tag in einer Klinik beginnt früh mit der Frühbesprechung und der anschließenden Visite auf Station, bei der Patient/innen untersucht und Behandlungspläne besprochen werden. Vormittags folgen Sprechstunden, diagnostische Maßnahmen oder Operationen, je nach Fachrichtung. Nachmittags stehen administrative Aufgaben wie Arztbriefe, Befundbesprechungen und Fallkonferenzen an. In einer Praxis ist der Tag stärker durch Sprechstunden und Patientengespräche geprägt. Bereitschaftsdienste und Nachtdienste gehören insbesondere im Krankenhaus zum Berufsalltag.
Der Ärztemangel in Deutschland ist ein seit Jahren bekanntes Problem, insbesondere im ländlichen Raum und in bestimmten Fachrichtungen wie Allgemeinmedizin, Psychiatrie und Kinder- und Jugendmedizin. Die Jobaussichten sind daher hervorragend, und viele Kliniken bieten attraktive Einstiegsbedingungen. Im niedergelassenen Bereich gibt es ebenfalls gute Perspektiven, da zahlreiche Praxen Nachfolger/innen suchen. Die Vergütung ist im Vergleich zu anderen akademischen Berufen überdurchschnittlich hoch.
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