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Privacy Engineer

4.5007.500 € / MonatStudium Informatik + Datenschutz-Expertise. Kombination aus Software Engineering und DSGVO/Privacy-Know-how.IT & Software
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Berufsprofil

Privacy Engineers implementieren Datenschutz direkt im Code – 'Privacy by Design'. Während Datenschutzbeauftragte Richtlinien schreiben und prüfen, sorgen Privacy Engineers dafür, dass die Software selbst datenschutzkonform ist: Datenminimierung in der Architektur, Consent Management im Frontend, Anonymisierung in der Datenbank, verschlüsselte Kommunikation, automatisierte Löschfristen. Der Beruf ist die technische Antwort auf die DSGVO und entstand, weil Datenschutz nicht nachträglich auf ein System 'draufgeklebt' werden kann – es muss von Anfang an eingebaut sein. Apple, Google, Meta und Microsoft haben große Privacy Engineering Teams. In Europa wächst der Bedarf durch DSGVO-Durchsetzung und neue Regulierung (AI Act, Data Act, ePrivacy).

Typische Aufgaben

  • 1Privacy by Design in die Software-Architektur einbauen
  • 2Consent Management Systeme entwickeln
  • 3Datenminimierung und Anonymisierung implementieren
  • 4Automatisierte Datenlöschung nach Ablauf der Speicherfrist
  • 5Data Flow Mapping: Wo fließen personenbezogene Daten?
  • 6Privacy Impact Assessments technisch umsetzen
  • 7Differential Privacy für Analytics implementieren
  • 8Verschlüsselung und Zugriffskontrollen
  • 9Privacy-Testing: Automatisierte Checks in der CI/CD-Pipeline
  • 10Zusammenarbeit mit DPO, Legal und Product

Gefragte Kompetenzen

Software Engineering (Backend-Entwicklung)DSGVO und ePrivacy auf technischem NiveauKryptografie und VerschlüsselungPrivacy-Enhancing Technologies (PETs): Differential Privacy, Homomorphic Encryption, Secure Multi-Party ComputationDatenbank-Design und DatenmodellierungAPI-Design mit Privacy-FokusConsent-Management-FrameworksIdentity & Access ManagementOWASP Privacy-GuidelinesKommunikation zwischen Legal und Engineering

Karrierepfade

  • Senior Privacy Engineer
  • Privacy Engineering Lead
  • Chief Privacy Engineer
  • Head of Privacy / DPO mit technischem Fokus
  • Privacy-Tech-Startup gründen
  • Privacy-Berater/in

Typischer Arbeitstag

Morgens: Code Review – ein Kollege hat einen neuen API-Endpunkt gebaut. Privacy-Check: Werden nur die nötigen Daten zurückgegeben (Datenminimierung)? Ist die Authentifizierung korrekt? Werden sensible Daten geloggt? Feedback im Pull Request. Vormittags: Automatisierte Datenlöschung implementieren – Nutzer die ihren Account gelöscht haben, müssen nach 30 Tagen komplett aus allen Systemen entfernt werden. Cron-Job schreiben, alle Datenbanken und Backups abdecken, Löschbestätigung dokumentieren. Nachmittags: Privacy Impact Assessment für ein neues Feature – der Produktmanager will Nutzungsanalytics einführen. Welche Daten werden erhoben? Ist das mit der Einwilligung kompatibel? Kann man es anonymisiert umsetzen? Empfehlung: Differential Privacy für aggregierte Metriken. Spätnachmittags: Consent-Banner-Update – neue ePrivacy-Anforderung erfordert separate Einwilligung für Analytics vs. Marketing-Cookies. Frontend-Änderung, A/B-Test des neuen Designs.

Arbeitsmarkt & Zukunftsaussichten

Schnell wachsend, getrieben durch DSGVO-Enforcement und neue EU-Regulierung. Tech-Unternehmen (Apple, Google, Meta), Konzerne (Siemens, SAP, Allianz) und Privacy-Tech-Startups (OneTrust, Didomi, Usercentrics) suchen Privacy Engineers. Der Beruf ist neuer und spezialisierter als der Datenschutzbeauftragte – und besser bezahlt. Remote-Arbeit ist Standard.

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