Patentanwälte schützen geistiges Eigentum: Sie melden Patente, Marken und Designs an, verteidigen diese gegen Verletzungen und beraten Erfinder und Unternehmen. Der Beruf ist einzigartig: Man braucht sowohl ein technisches/naturwissenschaftliches Studium als auch eine juristische Qualifikation. Die Kombination ist selten und entsprechend gut bezahlt. Patentanwälte arbeiten in spezialisierten Kanzleien oder in den IP-Abteilungen großer Konzerne. Das Europäische Qualifikationsexamen (EQE) öffnet Türen zum European Patent Attorney – einer der bestbezahlten juristischen Berufe Europas.
Morgens: Erfindung eines Klienten analysieren – neue Software-Architektur. Patentrecherche: Gibt es ähnliche Patente? Vormittags: Patentansprüche formulieren – jedes Wort zählt, jeder Satz definiert den Schutzumfang. Nachmittags: Einspruchsverhandlung beim Europäischen Patentamt (mündlich oder per Video) – gegen das Patent eines Wettbewerbers argumentieren. Abends: Lizenzvertrag prüfen, Mandantenkorrespondenz. Die Arbeit ist intellektuell fordernd und verbindet Technik mit Recht.
Patentanwälte gehören zu den am besten verdienenden Juristen. Die Kombination aus technischem und juristischem Wissen ist selten – entsprechend gering ist die Konkurrenz und hoch die Nachfrage. Große Kanzleien (Bardehle Pagenberg, Hoffmann Eitle) und Konzerne (Siemens, BASF, Bosch) suchen permanent. Partner in großen Kanzleien verdienen sechsstellig. Die Patentanwaltsausbildung dauert 3 Jahre und endet mit einer anspruchsvollen Prüfung.