Lehrer/innen unterrichten Schüler/innen an Grund-, Haupt-, Realschulen, Gymnasien oder Berufsschulen und begleiten sie auf ihrem Bildungsweg. Sie vermitteln Fachwissen, fördern soziale Kompetenzen und bereiten junge Menschen auf ihr weiteres Leben und ihre berufliche Zukunft vor. Die Ausbildung umfasst ein Lehramtsstudium mit zwei Fächern und ein 18- bis 24-monatiges Referendariat mit anschließendem Staatsexamen. Lehrer/innen gestalten Unterricht, korrigieren Klassenarbeiten, führen Elterngespräche und engagieren sich in der Schulentwicklung. Als verbeamtete Lehrkräfte genießen sie Jobsicherheit und eine attraktive Besoldung, die je nach Schulform und Bundesland variiert.
Der Schultag beginnt oft vor 8 Uhr mit den ersten Unterrichtsstunden. In 45- oder 90-minütigen Einheiten werden Fachinhalte vermittelt, Diskussionen geführt und praktische Übungen angeleitet. In Freistunden werden Unterricht vorbereitet, Korrekturen erledigt oder Beratungsgespräche geführt. Nachmittags finden Konferenzen, AG-Angebote oder Elternsprechtage statt. Ein erheblicher Teil der Arbeit – Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen und Administration – findet zu Hause statt.
Der Lehrermangel in Deutschland ist je nach Fach und Schulform sehr unterschiedlich ausgeprägt. Besonders gesucht sind Lehrkräfte in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), Sonderpädagogik und an Grundschulen. In einigen Fächern wie Deutsch und Geschichte ist der Arbeitsmarkt ausgeglichener. Die Verbeamtung bietet maximale Jobsicherheit, und die A13-Besoldung wird zunehmend auch für Grundschullehrkräfte eingeführt. Quereinsteiger/innen werden in Mangelfächern zunehmend eingestellt.