Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten behandeln psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen: Angststörungen, Depressionen, ADHS, Essstörungen, Traumata und Verhaltensstörungen. Sie arbeiten mit spieltherapeutischen, verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Methoden. Die Ausbildung ist lang (mindestens 5 Jahre Studium + 3-5 Jahre Approbationsausbildung), aber der Beruf ist einer der erfüllendsten im Gesundheitswesen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot massiv – Wartezeiten von 6-12 Monaten für Patienten sind normal. Niedergelassene KJP mit Kassensitz verdienen sehr gut und arbeiten selbstbestimmt.
In der Praxis: 5-7 Therapiesitzungen à 50 Minuten. Morgens: Spieltherapie mit einem 6-Jährigen (Trennungsangst). Vormittags: Verhaltenstherapie mit einem 14-Jährigen (Depression). Mittags: Elterngespräch (ADHS-Diagnostik besprechen). Nachmittags: Jugendlicher mit Essstörung, danach kreative Gruppentherapie. Zwischen den Sitzungen: Dokumentation, Kassenanträge, Telefonate mit Schulberatungslehrern. Emotional intensiv, aber die Fortschritte der jungen Patienten sind die größte Belohnung.
Extremer Mangel an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Die Wartezeiten für Therapieplätze betragen oft 6-12 Monate. Kassensitze sind begehrt und werden selten frei. Die Verdienstmöglichkeiten in eigener Praxis sind sehr gut (5.000-8.000 EUR netto bei Vollauslastung). Die Pandemie und die Zunahme psychischer Störungen bei Kindern haben den Bedarf weiter erhöht.