Apotheker/innen sind Expert/innen für Arzneimittel und verantworten deren sichere Abgabe, Beratung und Herstellung. Sie prüfen Rezepte, beraten Patient/innen zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten und stellen individuell angefertigte Arzneimittel her. Das Pharmaziestudium dauert vier Jahre, gefolgt von einem praktischen Jahr und dem dritten Staatsexamen zur Erlangung der Approbation. Der Beruf vereint naturwissenschaftliches Fachwissen mit einer beratenden, patientenorientierten Tätigkeit. Apotheker/innen arbeiten in öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken, der pharmazeutischen Industrie oder Behörden.
Der Tag beginnt mit der Überprüfung eingehender Warenlieferungen und der Aktualisierung des Bestands. Im Tagesverlauf beraten Apotheker/innen zahlreiche Patient/innen am Handverkaufstisch, prüfen Rezepte und klären eventuelle Rückfragen mit Arztpraxen. Zwischendurch werden Rezepturen im Labor hergestellt und Qualitätskontrollen durchgeführt. Betriebswirtschaftliche Aufgaben wie Personalplanung und Abrechnungen mit Krankenkassen gehören ebenfalls zum Alltag. Notdienste in der Nacht und an Feiertagen fallen regelmäßig an.
Der Arbeitsmarkt für Apotheker/innen ist stabil mit einer leicht steigenden Nachfrage, insbesondere durch die Erweiterung der pharmazeutischen Dienstleistungen. In ländlichen Regionen besteht ein deutlicher Mangel an Apotheken und Apotheker/innen. Die pharmazeutische Industrie bietet attraktive Karrierealternativen mit überdurchschnittlicher Vergütung. Neue Aufgabenfelder wie die Impfberechtigung und erweiterte Beratungsleistungen stärken das Berufsbild.